13.09. | 19.30 Uhr | Seminarraum Naturkundemuseum, Dr. Habison: „Eine kosmische Trilogie – Astronomie von New Mexico bis Hawaii“ (gemeinsame Veranstaltung mit dem Senckenberg Naturkundemuseum Görlitz) Im Frühjahr 2012 ereignete sich eine außergewöhnliche kosmische Trilogie: Innerhalb von 16 Tagen konnten eine ringförmige Sonnenfinsternis, eine Mondfinsternis und der letzte Venustransit in diesem Jahrhundert beobachtet werden. Der Autor reiste dazu von Santa Fe in Neumexiko über Arizona und Kalifornien bis nach Hawaii. Große Sternwarten wie das Very Large Array, Kitt Peak oder Mount Wilson lagen ebenso auf dem Weg wie die Wüste Arizonas und als Highlight der berühmteste aller Berge der Astronomen, „Mauna Kea“, der 4200m hohe „Weiße Berg“ auf Hawaiis Big Island. Für die Ureinwohner Hawaiis ist er ein heiliger Berg, für die Astronomen und Astrophysiker der weltweit beste Ort für die Erforschung des Himmels. Der Vortrag präsentiert diese kosmische Trilogie, gepaart mit Bildern und Erlebnissen einer astronomischen Reise, vom wilden Westen der USA bis zum Gipfel der astronomischen Forschung auf: „Mauna O Wākea, the astonishing Mountain, that stands in the calm“. |
15.11. | 19.30 Uhr | Humboldthaus, Prof. Feitzinger: „Neu entdeckte Planetensysteme in der Milchstraße“ (gemeinsame Veranstaltung mit dem Senckenberg Naturkundemuseum Görlitz) Bis 1995 war unser Sonnensystem das einzige durch direkte Beobachtung zugängliche Planetensystem in der Milchstraße. 18 Jahre später kennen wir schon über 3000 fremde Planetensysteme in unserem Sternsystem. Sternentstehung und Planetenentstehung sind gleichzeitig ablaufende Entwicklungsprozesse in den interstellaren Gas- und Staubwolken. Die Gas- und Staubscheiben um neu sich bildende Sterne sind die Entstehungsorte der Planeten. Hier werden die physikalischen Eigenschaften der Planeten festgelegt. Der Vortrag beschreibt diese Prozesse und gibt eine Übersicht zu den Messverfahren mit denen extrasolare Planeten nachgewiesen und abgebildet werden können. Es werden Beispiele von neu entdeckten Planeten gezeigt und eine erste Systematik hinsichtlich der unterschiedlichen Planetenarten gegeben. Planetenzustände in Entfernungsbereichen vom Mutterstern bei welchen flüssiges Wasser möglich ist, verdienen besondere Aufmerksamkeit. Hierbei sind die großen Wasserplaneten eine ganz neu entdeckte Planetengruppe. Der Vortrag wird durch zahlreiche Animationen anschaulich illustriert. |